Hier finden Sie unsere Termine:

 

Jahresvorschau 2010

 

Flohmarkt Kaffeestube usw. nächster Termin: 14.08. von 15 bis 17 Uhr

 

April bis Oktober 2010, jeden 2. Samstag im Monat von 15 bis 17 Uhr

Kaffee und Kuchen, Floh- und Trödelmarkt, Tierzubehör.

 

9. Oktober 2010 : Schnitzeljagd zum Welttierschutztag nach dem Motto :

"Gemeinsam für 4 Pfoten".

 

21.November 2010 : Tag der offenen Tür

 

 

Wichtige Änderungen für die Annahme von Spenden für den

Floh - und Trödelmarkt:

 

Spenden im Bereich Tierzubehör ( Decken, Körbchen, Leinen, etc.)

Annahme Jederzeit!

 

ANNAHME FÜR SPENDEN IM BEREICH FLOH - UND TRÖDELMARKT:

Ab März 2010 jeden 1.Samstag im Monat in der Zeit

von 15 bis 16 Uhr, Ausnahmen sind Feiertage.

NICHT angenommen werden: Elektrogeräte, Sportgeräte,

Bekleidung, Tischdecken,Schuhe, Lederartikel(z.B. Handtaschen).

Sollten Sie größere Mengen an Spenden haben, wenden Sie sich

bitte an die Mitarbeiter vom Tierheim.

Die zuständigen ehrenamtlichen Helfer nehmen dann mit Ihnen Kontakt auf.

Vielen Dank!

 

Historie der ARGE Tierschutz im Kreis Herford

Am 23.Juli 2008 hatten die beiden Vorsitzenden des Tierschutzvereins Herford e.V. Renate Siekkötter und Ingrid Kubina einen Gesprächstermin bei der Landrätin des Kreises Herford, Frau Lieselore Curländer. Weitere Gesprächsteilnehmerin war die Amtstierärztin Frau Dr. Tanja Hochstetter. Die Tierschützerinnen berichteten über ihre Arbeit und die dabei auftretenden Probleme, insbesondere auch über die ständig wachsende Katzenpopulation und die Schwierigkeit, die vielfältigen Aufgaben zu finanzieren.

Mitglieder der ARGE TierschutzDa diese Problematik auch für andere Tierschutzvereine zutrifft, wurde an jenem Mittwoch die Idee geboren, eine “Arbeitsgemeinschaft Tierschutz für den Kreis Herford“ zu gründen. Die Federführung zur Realisierung dieser Pläne übernahm das Kreisveterinäramt Herford. Mitte Oktober 2008 fand das erste Treffen der Vereine statt.

 

Mitglieder der ARGE sind die nachfolgenden sechs im Kreis Herford ansässigen Tierschutzorganisationen:

Tierschutzverein Herford e.V.
Tierschutzverein Vlotho und Umgebung e.V.
TierRettung Herford e.V.
Bullterrier in Not e.V.
Tiere in Not OWL e.V.
Pfotenhilfe Löhne e.V.

 

Im Rahmen einer sehr konstruktiven Gesprächsrunde einigten sich die Tierschützer auf zwei Projekte:

Ein Schulprojekt ( „Tierschutz macht Schule“)unter Federführung der TierRettung Herford, das zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit präsentiert wird und ein Kastrationsprojekt für verwilderte Hauskatzen unter Federführung des Tierschutzvereins Herford mit der 2. Vorsitzenden Ingrid Kubina als Projektleiterin, die hierbei durch Michael Meyerdrees vom Verein Tiere in Not OWL unterstützt wird.

 

Einmal monatlich treffen sich Vertreter des Kreisveterinäramtes Herford mit den Tierschützern, um Organisation, Durchführung und Sachstände zu erörtern, offene Fragen zu klären und Erfahrungen auszutauschen. Alle Beteiligten sind von der guten Zusammenarbeit untereinander angetan.

 

Begriffsdefinition „Verwilderte Hauskatze“

Verwilderte Hauskatzen, auch Wildlinge genannt, sind keine Wildtiere, sondern Haustiere, die in ihrer Prägephase (zwischen der 2. und 7. Lebenswoche) keinen oder keinen positiven Menschenkontakt hatten. Sie werden häufig auch als Wildkatzen bezeichnet, was aber irreführend und falsch ist. Die einzige bei uns lebende Wildkatzenart ist die Europäische Wildkatze (Felis silvestris), auch Kuder genannt, die sehr selten ist, nicht in menschlicher Nähe lebt und zu den streng geschützten Tierarten gehört.

 

Die Entstehung des Problems

Jede verwilderte Hauskatze hat Vorfahren, die in menschlicher Obhut lebten und dann von verantwortungslosen Tierhaltern ausgesetzt oder verstoßen wurden.

Da die Tiere nicht kastriert waren, vermehrten sie sich unkontrolliert. Anders als bei vielen Wildtierarten reguliert sich die Population bei Hauskatzen nicht auf natürliche Weise, z.B. abhängig vom Beuteangebot. Bereits im Alter von 5 bis 6 Monaten werden Katzen geschlechtsreif und bringen zwei bis dreimal im Jahr vier bis acht Junge zur Welt. Eine einzige Kätzin hat so nach zwei Jahren schon über 30 Nachkommen. Die heimatlosen Samtpfoten siedeln sich auf Fabrikarealen, Friedhöfen, Bauernhöfen, unbewohnten Grundstücken und Gärten an und vermehren sich ständig weiter. So ist das Problem der verwilderten Hauskatzen entstanden.

 

Wer ist von dem Katzenproblem betroffen?

Zunächst einmal die Katzen selbst. Die Lebensbedingungen von Wildlingen sind in hohem Maße tierschutzrelevant. Die Tiere leiden an Hunger und sind von Infektionskrankheiten und Parasitenbefall betroffen. Immer häufiger fühlen sich aber Anwohner von der Katzenflut belästigt und somit entstehen ordnungsrechtliche Probleme.

 

Die Lösung

Da die Wildlinge während ihrer sensiblen Phase (zwischen der 2. und 7. Lebenswoche) nicht auf Menschen geprägt wurden, bleiben sie ein Leben lang scheu. Eine „Nachsozialisierung“ zu einem späteren Zeitpunkt ist in Einzelfällen in einem Privathaushalt bei geduldigen Katzenfreunden möglich, in einem Tierheim aber praktisch unmöglich. Deshalb können diese Tiere auch auf keinen Fall in Tierheimen untergebracht werden. Diese Katzen, die Angst vor Menschen haben und die totale Freiheit gewöhnt sind, in einer Quarantänebox und anschließend in einer Katzenstube einzusperren, ist Tierquälerei!

Die einzige tierschutzgerechte Lösung des Problems ist es, die verwilderten Hauskatzen mit Lebendfallen einzufangen, sie kastrieren zu lassen und sie dann wieder in ihrem Revier freizulassen.

 

Die Situation im Kreis Herford

Die Mitgliedsvereine der ARGE Tierschutz für den Kreis Herford haben sich allein im Jahr 2008 um über 1.300 Fundkatzen, Abgabekatzen und verwilderte Hauskatzen gekümmert. Während sich die Kommunen an den Kosten für Fundkatzen mit 20 bis 30 Prozent beteiligen, wurde die Kastration von Wildlingen ausschließlich durch von den Vereinen mühsam erbettelten Spenden finanziert. Da aber immer mehr Meldungen über Gruppen frei lebender Katzen eingehen, reicht das Geld vorne und hinten nicht mehr. Aus diesem Grund waren die Tierschützer sehr dankbar, dass sie, quasi als „Startkapital“ für das Projekt Wildlingskastration, eine Spende in Höhe von Euro 10.000,-- von der Sparkasse Herford erhielten. Weitere finanzielle Unterstützung gibt es von Seiten der praktizierenden Tierärzte im Kreis Herford. Aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Mittel bereits verplant. Da durch die Wildlingskastration ordnungsrechtliche Probleme gelöst bzw. deren Entstehung verhindert wird, setzen die Tierschützer in hohem Masse auf die finanzielle Unterstützung durch die Kommunen des Kreises Herford, damit das Projekt nicht mangels Geld unterbrochen werden muss.

 

An alle Katzenhalter geht erneut der dringende Appell, ihre Tiere umgehend kastrieren zu lassen. Wer diesen wichtigen Schritt unterlässt, handelt absolut verantwortungslos. In mehreren Tierheimen Ostwestfalens mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Aufnahmestopps für Katzen verhängt werden.

Manche Menschen begreifen einfach nicht, dass die räumlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten eines jeden Tierheims begrenzt sind.

 

Im Bereich der Stadt Paderborn gibt es seit dem vergangenen Jahr eine Kastrationspflicht für Katzen. Die Katzenhalter im Kreis Herford sollten freiwillig ihrer Pflicht nachkommen, bevor auch hier die Situation derart eskaliert, dass behördliche Zwangsmaßnahmen gegen Katzenhalter erforderlich werden.

 

Quelle des Textes: Tierschutzverein Herford